Fotografie ist oft ein Abenteuer. Ein solches wagte das Team rund um Krolop & Gerst: Es reiste rund 5.000 Kilometer durch Kanada und erlebte mehr Überraschungen als geplant. Davon berichten sie in einer YouTube-Serie.
Die Reise in die kanadische Provinz Alberta begann spektakulär: Wegen einer Bombendrohung erfolgten Kontrollen auf dem Rollfeld, Kampfjets eskortierten den Flieger und sämtliches Gepäck wurde beschlagnahmt. Wie Krolop & Gerst mit dieser Situation umgingen, ist Teil der ersten Episoden. Doch danach warteten spektakuläre Bergwelten und türkisfarbene Gletscherseen auf das Team von Krolop & Gerst.
Wer weitere Abenteuer nachverfolgen will, kann dies in der YouTube-Serie „Destination Kanada“ tun. In elf Folgen begleiten die Zuschauer das Team auf der zweiwöchigen Fotoreise.
Die Folgen vermitteln weitaus mehr als nur Reiseeindrücke. Vielmehr kann man Krolop & Gerst bei ihrer fotografischen Arbeit über die Schulter schauen und erhält Antworten auf Fragen wie: Wo findet man in dieser gewaltigen Landschaft die beste Komposition? Welche Ausrüstung und Kameraeinstellungen eignen sich für wechselnde Lichtbedingungen? Wie entstehen bleibende Erinnerungen?
Klassische Landschaftsaufnahmen nehmen zwar einen großen Raum ein, aber eine solch einmalige Reise verlangt nach außergewöhnlichen Shootings. Aus dem Helikopter etwa entstanden besondere Bilder, wobei eine der Hürden schlicht die Plexiglasscheiben waren. Mit der Kamera nah ans Glas und mit unterschiedlichen Winkeln ließen sich jedoch Reflexionen vermeiden.
Ebenso wagte sich das Team aufs Eis und begleitete das Training einer kanadischen Eishockeymannschaft. Sehr tief in dieses Element ging es bei einer Tour ins Gletschereis. Das Team stieg in Gletscherspalten hinab und erlebte die Eislandschaft aus einer Perspektive, die man ansonsten in den Rocky Mountains nicht sieht.
Als Reisepartner unterstützte der Veranstalter CANUSA das Team mit seinen Nordamerika-Erfahrungen. Er begleitete die Planung und Logistik; vor Ort half Travel Alberta tatkräftig. Die touristische Organisation der Provinz stellte Kontakte zu Menschen und Orten her und ermöglichte dem Team dadurch Einblicke, die bei einer klassischen Rundreise nicht selbstverständlich wären.
Das fotografische Zubehör stellte weitgehend Nikon, sodass die fotografische und filmische Umsetzung der Reise ohne Hürden gelang. Die Kameratechnik musste dabei mit sehr unterschiedlichen Bedingungen zurechtkommen: wechselndem Licht, Touren über Eis und Gletscher und nächtlichen Aufnahmen.
Hauptkamera war eine Nikon Z8. Die Nikon ZR dient als Schnappschuss-Kamera mit dem Nikkor 50 mm f/1,4. Für Video blieb ein 24–70-Millimeter-Objektiv meist am Gimbal; VND-Filter mit Black-Mist-Effekt sorgten für einen cineastischen Look.
Bei der Postproduktion kam zudem die Bildbearbeitungssoftware Radiant Photo zum Einsatz. Weitere Partner von „Destination Kanada“ sind der Fotofachhändler Calumet und der Speicherhersteller Lexar.
„Destination Kanada“ läuft als mehrteilige Videoserie auf dem YouTube-Kanal von Krolop & Gerst. Tägliche Tagebucheinträge, auf denen dieser Artikel basiert, erschienen auf der Website von fotocommunity.de. Alle Fotos entstanden mit Nikon-Kameras, bearbeitet mit Radiant Photo.