TV-Tipp
Die eigentlich unaufregende Beziehung von Thelonious Monk und Pannonica
Lange verschollene Fotos und Aufzeichnungen der britischen Baronin Pannonica de Koenigswarter geben Einblick in ihre Beziehung zum amerikanischen Jazzpianisten Thelonious Monk. In den 1950er Jahren galt dies als Skandal.
Thelonious Monk war am Ende: Er hatte kein Geld, die Polizei hatte seine Clubkarte, die ihm erlaubte, in New York aufzutreten, einkassiert, und seine Schallplatten verkauften sich nicht. Ein französischer Produzent verschaffte ihm einen Auftritt in Paris. Dort lernte er die Frau und Mäzenin kennen, die ihn rettete und ihm zu seiner Karriere verhalf: Es war die britische Baronin Pannonica de Koenigswarter, geborene Rothschild.
Lange verschollene Fotos und Aufzeichnungen von Pannonica – kurz Nica – de Koenigswarter geben Einblicke in ihre Beziehung zu Thelonious Monk und vielen anderen schwarzen Musikern der New Yorker Jazzszene. Die Begegnung zwischen einer weißen Aristokratin und schwarzen Musikern war in den konservativen USA der 1950er Jahre skandalös – und den Künstlern of Colour blieb damals die gesellschaftliche Anerkennung oft verwehrt.
- ARTE
- 10. Oktober 2026, 00.50 Uhr
- Mediathek bis 27. Oktober 2026