TV-Tipp
Bilderflut - Was ist ein Foto noch wert?
Jeden Tag entstehen 5,3 Milliarden Fotos. Seit dem Einsatz von KI werden es immer mehr. Studien belegen: Wer alles fotografiert, erinnert sich schlechter. Vier Meidenschaffende unztersuchen die Frage, warum trotzdem jede Bagatelle festgehalten wird.
Der in Paris lebende Filmemacher Maximilien Van Aertryck beschäftigt sich mit der Frage: Was wurde aus der genialen Erfindung der Fotografie gemacht? Van Aertryck drehte gemeinsam mit Axel Danielson dazu zwei Dokumentarfilme.
Der deutsch-türkische Künstler Abdulhamid Kircher arbeitet mit analogen Abzügen, persönlichen Archiven und schmerzhaften Erinnerungen. In seiner aktuellen Ausstellung "Rotting From Within" in den Hamburger Deichtorhallen verbindet er Archivfotos und neu aufgenommenes Bildmaterial zu einer Installation über Gefühle, Machtstrukturen und persönliche Erzählungen.
Die radikalste Antwort auf die Bilderflut kommt ohne Bild aus: LA HORDE und das Ballet national de Marseille fragen in "Age of Content", was am lebendigen, atmenden Körper noch einzigartig bleibt, wenn endlose Foto-Ströme Bildschirme fluten.
Die in Brüssel lebende Künstlerin Léa Belooussovitch überträgt Aufnahmen von Kriegen, Katastrophen und menschlichem Leid auf Filz und verwandelt digitale Schärfe in verschwommene, fragile Zeichnungen.
- Arte
- Online verfügbar bis 12. September 2027