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Ausstellung: Rodney Smith

Mit der Alchemie des Lichts verzaubern

Rodney Smiths Anleihen an den Surrealisten René Magritte sind überdeutlich. Doch die Ideen eines anderen zu übernehmen ist keinesfalls verwerflich, wenn man darauf etwas Neues aufbaut. Der besessene Künstler Smith schöpfte daraus aus vielen, entfernt liegenden Quellen: Er studierte Theologie, lernte beim legendären Walker Evans die Kameratechnik, verschlang die Dunkelkammer-Tipps von Ansel Adams und porträtierte auf ausgedehnten Reisen Menschen, die er zufällig traf. 

Zunächst fotografierte Smith hauptsächlich mit einer Leica M4, bevor er auf eine Hasselblad im Mittelformat mit  80-Millimeter-Objektiv umschwenkte. Stets bevorzugte natürliches Licht zur Ausleuchtung seiner Motive, setzte jedoch gelegentlich auch Dauerlicht ein: Er suchte erst gründlich nach magischen Orten, wo er seine Szenerien akribisch aufbaute. Die resultierenden Negative rückte er niemals heraus, sondern lieferte ausschließlich Originalabzüge ab. Nur was makellos aus der Dunkelkammer kam, erkannte er als Kunstwerk an.

Er schrieb über seine Lehrzeit bei Evans: „Die Ausbildung war durchweg klassisch. Wir fotografierten ausschließlich in Schwarz-Weiß und immer mit vorhandenem Licht. Ich arbeite heute noch genauso. Ich benutze sogar denselben Filmtyp und dieselben Kameras.“ 

Nach langen Jahren in der Kunst- wechselte er zirka ab 1990 in die Modewelt. Die Ausstellung vermittelt erstmals in Deutschland umfassende Einblicke in das Œuvre von Rodney Smith.

  • Rodney Smith: Die Alchemie des Lichts
  • Kunsthalle Vogelmann, Heilbronn
  • bis 24. Januar 2027

 


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