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Panorama-Fotografie

Epson International Pano Awards gehen an raumgreifende Fotos

Die Sieger des Epson International Pano Awards sind ermittelt. Den Wettbewerb rief 2009 der australische Landschaftsfotograf David Evans (AIPP Australian Landscape Photographer of the Year 2015) mit Unterstützung von Epson Australia ins Leben. Der spanische Fotograf Daniel Viñé Garcia wurde zum Open Photographer of the Year gekürt, und Tomás Sánchez Ruiz, ebenfalls aus Spanien, erhielt den Titel Amateur Photographer of the Year. Die Preisträger berichten nachfolgend, wie ihre Aufnahmen entstanden. 

Wie Siegerbilder entstehen

Daniel Viñé Garcia bot ein Portfolio, das sich von den hohen Anden bis in die argentinische Puna erstreckt. Sein Siegerbild „The Sleeping Giant“ entstand am chilenischen Vulkan Parinacota, der sich über 6.300 Meter 0erhebt, zusammen mit dem benachbarten Pomerape, der mehr als 6.200 Meter erreicht.

„Die ursprüngliche Aufnahme war ein 360-Grad-Luftpanorama, zusammengesetzt aus 33 Einzelbelichtungen“, sagte Garcia. „Nach einem letzten Aufflackern des Lichts nahm die Landschaft nach und nach magentafarbene Töne an und hüllte die Vulkane sowie die hochgelegenen Seen in eine ganz besondere Stimmung. Später habe ich den Bildausschnitt aus dem vollständigen Panorama verfeinert, um die endgültige Komposition stärker auf die Vulkane, das Licht und die Formen der Landschaft zu fokussieren.“

Der Spanier Tomás Sánchez Ruiz holte sich den Titel „Amateur Photographer of the Year“ und gewann in der Kategorie „Amateur Nature and Landscape“ mit „Double Arch Over Stokksnes“ in Island. „In der Nacht, in der ich dieses Foto gemacht habe, sah die Polarlicht-Prognose nicht gerade vielversprechend aus“, sagte Sánchez Ruiz. „Als ich den Vorhang unseres Hotelzimmers zurückzog und am Himmel ein grünes Leuchten sah, wusste ich: Das könnte genau die Nacht sein, auf die wir gewartet hatten. Der schwarze Sand war vollständig von frisch gefallenem, unberührtem Schnee bedeckt. Und da stand ich – endlich machte ich das Foto, auf das ich so lange hingearbeitet hatte, mit einem Lächeln im Gesicht.“ 

Mikel Iraeta aus Spanien gewann in der Kategorie Open Natur und Landschaft mit „Double Arch on Milford Sound“ – einem Bild, das er selbst als nahezu unmöglich umzusetzen beschreibt. „Milford Sound ist ein Ort, an dem es im Schnitt an 300 Tagen im Jahr regnet“, sagte Iraeta. „Am Tag vor meinem Besuch war die Zufahrtsstraße wegen Lawinengefahr gesperrt. Es ist extrem schwer, eine komplett klare Nacht ohne Regen, ohne Wolken und ohne Mond zu erwischen – und dass das dann auch noch Ende September passiert, wenn man den doppelten Bogen der Milchstraße einfangen kann. Das fertige Bild ist das Ergebnis aus 107 zusammengefügten Einzelaufnahmen.“

Xuecheng Liu aus den USA gewann die Kategorie "Open - Bebaute Umwelt" mit „Center of the Cosmos“, einem aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzten Panorama des Times Square von oben. „Der Times Square gehört zu den meistfotografierten Orten der Welt – meine Herausforderung war also, einen Blickwinkel zu finden, der diesen vertrauten Ort wieder ungewohnt wirken lässt“, sagte Liu. „Ich habe 25 Einzelbilder zu einem extrem breiten Luftpanorama zusammengesetzt, in dem unzählige Lichtpunkte wie Sterne das Zentrum einer Galaxie umringen.“ 

Francesco Dall'Olmo aus Italien belegte in der Kategorie Open Aerial mit „Boreal Wings“, aufgenommen auf den Lofoten, den zweiten Platz. 

Wutimet Bunyasirisith aus Thailand wurde für „The Emerald Arch Over Lofoten“, entstanden am Skagsanden Beach in Norwegen, zum Southeast Asia Open Photographer of the Year gekürt. "Die Nordlichter loderten auf und legten sich in einem perfekten Bogen um den Berg", sagte Bunyasirisith. "Das Schauspiel war so überwältigend groß, dass selbst mein 12-mm-Ultraweitwinkelobjektiv nicht die ganze Szenerie in einem einzigen Bild einfangen konnte. Mir blieb nur wenig Zeit, um ein Panorama aufzunehmen. In jener Nacht waren die Bedingungen gnadenlos: klirrende Kälte, schneidender Wind – und für das Foto musste ich sogar durch eiskaltes Meerwasser waten.”

Eine weitere wichtige Auszeichnung ist der Epson Digital Art Prize. Ihn wählt ein Team von Epson Australia aus den jeweils 50 besten Einsendungen jeder Kategorie des offenen Wettbewerbs aus. Neben Originalität müssen diese Beiträge auch durch herausragende digitale Nachbearbeitung und eine außergewöhnliche fotografische Technik überzeugen. Der Gewinner des Epson Digital Art Prize 2026 war „The Rugby Players“, fotografiert von Preeti und Prashant Chacko (die als Paar aus Indien teilnahmen). Zu ihrem Bild sagten sie: „Südliche Breitmaulnashörner wirken in ihrem normalen Verhalten erstaunlich harmlos – ruhige Grasfresser, die sich gemächlich fortbewegen. Eines Morgens im Solio Game Reserve in Kenia fotografierten wir eine Gruppe von acht Nashörnern, zwischen denen ein paar Kuhreiher umherliefen – eine Beobachtung, die in den meisten anderen Nationalparks selten ist. Dann änderte sich plötzlich etwas, und fünf der Nashörner setzten zum Lauf an. In diesem Moment verstanden wir, warum eine Gruppe Nashörner auf Englisch ‚crash‘ genannt wird. Keiner von uns hat je Rugby gespielt, aber aus der Sicht der Reiher stellen wir uns vor, dass ein Gedränge im Sturm so aussehen muss: Köpfe nach unten – und das ganze Gewicht bereits im Einsatz.“


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